POLITISCHE MAßNAHMEN

Posted by on Feb 3, 2017 in POLITIK | Keine Kommentare

STATUS QUOTE Die Macht der Bilder gerecht verteilen Gravierende Lohnunterschiede ausgleichen  Bilder prägen unsere Wertvorstellungen, unsere Ideen und Ideale. In ihnen spiegelt sich die Kultur einer Gesellschaft. Wer die Bilder macht, hat die Macht, transportiert Werte und beeinflusst unsere Zukunft. Frauen und Männer nehmen sich in ihren Geschlechterrollen unterschiedlich wahr und nur ein faires Geschlechterverhältnis vor und hinter der Kamera bildet die Gesellschaft in ihrer Vielfalt ab. Die Perspektiven von Frauen müssen vorkommen! Medien hinken der Realität hinterher  Die Welt in Filmen hinkt der Realität hinterher: 40% aller Frauen arbeiten, in fiktionalen Rollen sind es nur 20%, davon nur 1% als Managerinnen, Politikerinnen oder Wissenschaftlerinnen. Die Studie „Gender Bias Without Borders“, in der die zehn erfolgreichsten Filme unterschiedlicher Länder untersucht werden, ergab: Im Bereich der sexualisierten Darstellung von Frauen liegt Deutschland an der Spitze! Die Hauptverantwortliche Dr. Stacy I. Smith: „Die Ergebnisse zeigen, dass wir weltweit mehr haben als nur ein Filmproblem…Wir haben ein Menschheitsproblem.“ Nur 15% der Kinofilme entstehen unter weibliche Regie. Regisseurinnen bekommen max. 10% der Fördergelder, obwohl Frauen nahezu die Hälfte der Hochschulabschlüsse im Fach Regie ausmachen. Die Problematik beginnt lange vor der Einreichung bei der Filmförderung. Projekte von Frauen werden schon im Entwicklungsstadium übersehen oder in den Low Budget Bereich verwiesen. An der Qualität der Stoffe liegt es nicht; eine Studie der Universität Rostock von 2015 zeigt, dass Filme von Frauen im Verhältnis häufiger und länger auf Festivals laufen und deutlich mehr Preise gewinnen. Und das obwohl sie mit weniger Budget produziert wurden! Nadelöhr Fernsehen  Das Fernsehen spielt in der deutschen Filmlandschaft eine entscheidende Rolle. Pro Quote Regie spricht auch vom „Nadelöhr Fernsehen“. Kaum ein Kino lm entsteht ohne Sender, die meisten Filmförfderanstalten verlangen bei ihren Einreichungen eine Senderbeteiligung. Und so sind die inkonsistenten Filmemacherinnen-Biografien meist auf die mangelnde Beschäftigung bei den Sendern zurückzuführen. Hier werden nicht nur die „bread-and-butter-jobs“ verteilt, es werden auch Profile entwickelt und Netzwerke aufgebaut. Nur 12% der Sendeminuten in der Primetime von 18:00 bis 23:00 Uhr werden beim ZDF von Regisseurinnen inszeniert. Bei der ARD sind es 15 %. Der Deutsche Kulturrat hat in seiner Stellungnahme zur Studie „Frauen in Kultur und Medien“ angemerkt, dass besonders bei der Beschäftigung durch öffentlich-rechtliche Anstalten, die einen kulturellen Auftrag haben, Gendergerechtigkeit umzusetzen ist. Es gibt bereits im Rundfunkstaatsvertrag und in fast allen Sendevereinbarungen einen allgemeinen Gleichstellungsparagraphen und innerhalb der Sender arbeiten Gleichstellungsbeauftragte. Die Mehrzahl der kreativen Filmschaffenden ist aber freischaffend und wird von Produktionsfirmen, die im Auftrag der Sendeanstalten arbeiten, nur mit kurzen Zeitverträgen angestellt. Von den Sender- Verantwortlichen heißt es, eine Regulierung an dieser Stelle sei ein Eingriff in privatwirtschaftliche Entscheidungen. Hier greifen weder die Forderungen des Deutschen Kulturrates noch die bisherigen gesetzlichen Maßnahmen. „Gerechte Beteiligung an den gesellschaftlichen Ressourcen ist eine Grundforderung der Demokratie!“ ( Jutta Brückner) In Deutschland werden Film- und Fernsehproduktionen zu 95% aus öffentlichen Geldern finanziert. Es ist die politische Pflicht aller Institutionen aktiv auf eine Verbesserung der Situation hinzuarbeiten und Schranken und Hindernisse abzubauen. Schon vor 45 Jahren ist der Verband der Filmarbeiterinnen, unter ihnen die Regisseurinnen Margarethe von Trotta, Monika Treut und Helke Sander, mit den gleichen Forderungen wie Pro Quote Regie heute an die Öffentlichkeit gegangen. Damals wurden die Filmemacherinnen damit vertröstet, dass die Zeit, die Dinge von allein regeln werde. Die Lösung hieß: Selbstverpflichtung. Auch der Verband FidAr (Frauen in die Aufsichtsräte) begann vor...

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Taz: Sexismus in Kultur und Medien | Der Geniekult ist männlich

Posted by on Jul 1, 2016 in ALLES, POLITIK, PRESSESPIEGEL | Keine Kommentare

Die deutsche Kultur tastet sich an das Thema Frauenquote heran. Am Dienstagabend stellte Kulturstaatsministerin ­Monika Grütters (CDU) in Berlin eine Studie des Deutschen Kulturrats vor, laut der der Anteil von Frauen an Leitungsfunktionen, Preisträgern und öffentlich Geförderten sich in der Regel zwischen 10 und 30 Prozent bewegt – und das, obwohl der Nachwuchs in kunstaffinen Studiengängen mehrheitlich weiblich ist. Die Autorinnen und Autoren der Studie empfehlen, Auswahlgremien und Beiräte zu quotieren.

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Bundestag | 19.2.2016 | Ulle Schauws | Rede zur Gleichstellung im Kulturbetrieb

Posted by on Feb 20, 2016 in ALLES, NEWS, POLITIK | Keine Kommentare

„Die Quote ist nicht Wettbewerbsvezerrend, sie korrigiert einen verzerrten Wettbewerb.“   (…) „Denn gerade die Tatsache, dass Frauen in allen Sparten fast nur 10% des jeweiligen Etats der Männer haben, ist etwas dass offenkundig nichts mit Qualität zu tun hat.“

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BVR | 2. Diversitätsbericht

Posted by on Feb 14, 2016 in ALLES, POLITIK, PRESSESPIEGEL | Keine Kommentare

Mit dem zweiten Diversitätsbericht setzt sich der BUNDESVERBAND REGIE (BVR) e.V. im Auftrag seiner Mitglieder erneut für mehr Diversität hinsichtlich Gender- und Altersstrukturen in der Film- und Fernsehproduktion ein. Neben der Analyse des fiktionalen Primetime-Programms der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF und deutscher Kino-spielfilme des Jahres 2014 hat der Berufsverband der Film- und Fernsehregisseure/innen erstmals auch die Altersstruktur bei der Regievergabe untersucht.

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FFA zieht Bilanz: 27 % der geförderten Filmen von Regisseurinnen

Posted by on Dez 17, 2015 in ALLES, POLITIK, PRESSESPIEGEL | Keine Kommentare

Gerade der Anteil der von Regisseurinnen inszenierten Filme unter den bewilligten Projekten erfreut den für den Förderbereich zuständigen stellvertretenden FFA-Vorstand Christine Berg: „Angesichts der aktuellen Genderdiskussion ist es positiv zu bewerten, dass Anträge mit weiblicher Beteiligung – sowohl bei Regie als auch bei Produktion und Drehbuch – häufiger bewilligt wurden als Projekte mit ausschließlich männlicher Beteiligung. Man sieht, die Kommission hat in diesem Jahr verstärkt auf Projekte mit Regisseurinnen geachtet.“

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Hessen katapultiert sich in die Mitte der deutschen Filmödnis

Posted by on Okt 10, 2015 in NEWS, POLITIK | Keine Kommentare

Kino- und Kulturabbau bei der hessischen Filmförderung: Minister Boris Rhein verplant aus Versehen ein Drittel des kulturellen Etats für Fernsehproduktionen und dreht sich die Wahrheit zurecht. Was passiert, wenn wirtschaftliche und kulturelle Filmförderungen zusammengelegt werden, lässt sich in Hessen gerade in absurdester Form verfolgen. Artikel von critic.de hier:...

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Hessen: Kultusminister Rhein will nach Gutsherrenart Leiter der neuen Fördergesellsaft – an qualifizierten Frauen vorbei – durchsetzen.

Posted by on Jul 27, 2015 in ALLES, NEWS, POLITIK | Keine Kommentare

Pro Quote Regie hat sich am 23.7.2015 in einem Brief an den Hessischen Minister für Wissenschaft und Kunst gewandt und Boris Rhein darum gebeten, „die Entscheidung bei der Neubesetzung der Geschäftsführung für die Hessen Film GmbH zu überdenken und zu revidieren“.

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Deutsche Film-Regisseurinnen: Billiger, aber besser

Posted by on Jun 20, 2015 in ALLES, DISKURS, FORUM, POLITIK | Keine Kommentare

Zudem erhielten Spielfilme von Frauen im Durchschnitt mit 660.000 Euro nur zwei Drittel der Fördersumme, die Männer für ihre Projekte bekamen. Insbesondere der Deutsche Filmförderfonds benachteilige Frauen.Im insgesamt niedrigeren Budget bei Regisseurinnen sehen die Forscherinnen den Grund dafür, dass Verleiher diesen Filmen ein geringeres kommerzielles Potenzial zusprechen und weniger Kopien einsetzen. Dies habe zur Folge, dass unter den kommerziell erfolgreichen deutschen Kinofilmen wenige von Frauen gedreht waren.

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Sophie Maintigneux punktet vor Gericht

Posted by on Apr 13, 2015 in FORUM, NEWS, POLITIK | Keine Kommentare

Das Berliner Landgericht bestätigte am Freitag eine Einstweilige Verfügung, wonach das DFFB-Kuratorium die Stelle „bis zum rechtskräftigen Abschluss des von der Antragstellerin einzuleitenden Hauptsacheverfahrens“ nicht neu besetzen darf.

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dffb: Offener Brief der Alumni an Bürgermeister Müller

Posted by on Mrz 23, 2015 in ALLES, NEWS, POLITIK | Keine Kommentare

Ehemalige Studierende der DFFB haben diesen offenen Brief an Bürgermeister Berlins verfasst und zu dieser Petition aufgerufen:

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