Posted by on Nov 17, 2014 in DISKURS, PRESSESPIEGEL | Keine Kommentare

Ausschnitt:

Was die Aktivistinnen ebenfalls ignorieren: Das Fernsehen, auf das Pro -Quote-Regie vor allem zielt, hat bald ausgedient, und mit ihm etliche dann vielleicht quotierte Formate. Genauso gut hätte man nach Gottschalks Rückzug eine Moderatorin für „Wetten dass…“ fordern können – als hätte sich das Showformat selber nicht überlebt. Wo Frauen über den Anteil weiblicher Sprechrollen im Kinderfernsehen diskutieren, entwickeln die Jungs längst Formate für den geplanten digitalen Jugendkanal von ARD und ZDF. Oder sie stellen sich den sogenannten trimedialen Erzählkonzepten der Sender mit „24h Berlin“ und „24h Jerusalem“. Oder kaufen Youtube-Stars mitsamt deren Konzepten ein. So sichern sie sich eben jenes Terrain, von dem die Frauen sich in zehn Jahren, wenn die letzte Pilcher versendet ist, ihren Teil neuerlich herbeiquotieren müssten.