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ProQuote-Regie

„Especially when it comes to public money – it has to be equal.“ Jane Campion, Cannes 2014

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FILMLÖWIN | DIE BERLINALE 2016 – VON PERSPEKTIVWECHSELN UND QUALITÄT

Posted by on Feb 23, 2016 in ALLES, BERLINALE 2016, PRESSESPIEGEL | Keine Kommentare

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Pro Quote Regie und die Qualität

Die in meinen Augen interessanteste Veranstaltung war die von Pro Quote Regie organisierte Podiumsdiskussion zum Thema Qualität. Die Frage nach der Qualität ist nämlich eines der Hauptargumente gegen eine gesetzlich festgelegte Gleichbehandlung von Männern* und Frauen* (nicht nur im Filmbusiness). Prof. Dr. Karola Wille, ARD-Vorsitzende und Intendantin des Mitteldeutschen Rundfunks, ließ mit ihrem Einblick in den Status Quo der Förderung und TV-Produktion Hoffnung aufkommen. Insbesondere beim WDR sei die Botschaft von Pro Quote Regie angekommen, denn von dieser Sendeanstalt seien für den beliebten Sendeplatz zur Prime Time am Mittwochabend fünf Filme von Regisseurinnen und fünf Filme von Regisseuren eingereicht worden. Es geht also voran und die tapfere, weil ehrenamtliche Arbeit von Pro Quote Regie, trägt sichtbare Früchte.

Zum Qualitätsdiskurs konnte insbesondere Roland Zag, seines Zeichens Lektor, Dramaturg und Story-Doctor, Aufschlussreiches beitragen. Er gab zu bedenken, dass allein die Logik des Qualitätsbegriffs eine patriarchale sei. Alternativ könne auch von Qualitäten, also in der Mehrzahl, gesprochen werden, doch entspräche dieses eben nicht den kompetitiven Strukturen eines patriarchalen Systems.

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taz | Quotendebatte auf der Berlinale | Routine der Ausgrenzung

Posted by on Feb 22, 2016 in ALLES, BERLINALE 2016, PRESSESPIEGEL | Keine Kommentare

Warum liegt die kreative Gestaltungsmacht im Fernsehen in den Händen von Männern über 50? Die Organisation Pro Quote Regie kämpft dagegen.

BERLIN taz | Es tut sich was, seit 340 Film- und Fernsehregisseurinnen Politik machen. Pro Quote Regie, die organisierte Stimme der Filmemacherinnen, legt seit zwei Jahren Zahlen vor, in denen die eingeschliffene Routine der Ausgrenzung vor allem im Fernsehen sichtbar wird. Die neueste Studie des Bundesverbands Regie hält fest, dass das ZDF im Jahr 2014 gerade mal 8,4 Prozent seiner Regieaufträge an Frauen vergab. Keine einzige konnte mit einem Budget von über 5 Millionen Euro arbeiten.

Die Genderfrage, die sich als Qualitätsfrage verkleidet, war das Thema einer Debatte, zu der Pro Quote Regie am Dienstag in den gut besuchten Plenarsaal der Akademie der Künste eingeladen hatte.

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Deutschlandradio Kultur | Monika Treut auf der Berlinale

Posted by on Feb 19, 2016 in BERLINALE 2016, PRESSESPIEGEL | Keine Kommentare

„Ich wurde schon mit drei Jahren zur Feministin“

Monika Treut im Gespräch mit Britta Bürger | 22.2.2016
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In ihrer 35-jährigen Karriere im Filmgeschäft hat sich Regisseurin und Produzentin Monika Treut vor allem mit Frauen beschäftigt. So auch in ihrem Film „Zona Norte“, der auf der Berlinale zu sehen ist und eine brasilianische Aktivistin sowie ihre Arbeit mit Straßenkindern in Rio porträtiert.

Zu Treuts Interesse am Thema Frauen haben auch tragische familiäre Verhältnisse beigetragen – sie war das erste Kind, das ihre Mutter zur Welt bringen durfte, drei vorherige Schwangerschaften musste sie auf Drängen des Vaters abbrechen. In ihren Filmen versucht Treut vor allem, unkonventionelle Frauenbilder zu präsentieren. Für Dreharbeiten ist sie oft ins Ausland gereist und sagt etwa über Taiwan: „Das Land ist mit Blick auf die Frauenemanzipation Deutschland weit voraus.“

Durch diese Situation ihrer Mutter habe sie schon sehr früh ein Bewusstsein für die Schwierigkeiten von Frauen, ihre Rechte durchzusetzen, entwickelt: „Ich wurde schon mit drei Jahren zur Feministin“, sagt Treut im Deutschlandradio Kultur.

Filme um Identität und Befreiung

Monika Treut gilt nicht nur als Avantgardistin des New Queer Cinema, sie ist auch das Paradebeispiel einer erfolgreichen Quereinsteigerin und Do-it-yourself-Künstlerin: Seit über 30 Jahren dreht die promovierte Literaturwissenschaftlerin Filme – gleichzeitig in der Rolle der Autorin, Regisseurin und Produzentin. Während viele von Monika Treuts früheren Filme um sexuelle Identität und individuelle Befreiung kreisen, widmet sich die heute 61-Jährige seit einiger Zeit vermehrt sozialkritische Stoffe aus der ganzen Welt.

Sie hat in den USA und Taiwan gedreht, auf der Berlinale läuft gerade ihre Dokumentation „Zona Norte“ über eine brasilianische Sozialarbeiterin. Doch auch in Deutschland zeigt die Filmemacherin weiter ihren kritischen Blick. In der Initiative „Pro Quote Regie“ setzt sie sich dafür ein, den Einfluss von Frauen in der deutschen Filmlandschaft zu stärken.

 

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Tagesspiegel | „Pro Quote Regie“ | Sag mir, wo die Frauen sind

Posted by on Feb 18, 2016 in ALLES, BERLINALE 2016, PRESSESPIEGEL | Keine Kommentare

"Pro Quote Regie" Sag mir, wo die Frauen sind

18.02.2016 | Von Silvia Hallensleben

Der Frauenanteil in der deutschen Regie ist erschreckend gering, auch bei den Wettbewerbsfilmen der Berlinale. Die Aktivistinnen von „Pro Quote Regie“ stellen ihre Forderungen vor.

Auch diesmal war die PQR-Bubble wieder auf dem Potsdamer Platz zu finden, gleich beim Hotel Ritz Carlton: Ein gerade mal ein Dutzend Personen fassendes rundbuckliges und transparentes Zelt, das als kleine Insel im Verkehrs- und Berlinale-Trubel neben diversen DJ-Abenden der persönlichen und medialen Vernetzung diente. Denn die hier stattfindenden Begegnungen und Interviews mit Sympathisantinnen wurden auch gleich vor Ort geschnitten, ins Netz gestellt und betwittert.

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Gefährdet die Quote die Qualität der deutschen Filmkultur?

Praktisch ist aber bisher auf der Berlinale wenig geschehen. So hat sich die Zahl der Regisseurinnen im Wettbewerb von vier im Jahr 2014 auf zwei in diesem Jahr sogar halbiert. Quer durch das gesamte Festival hat sich die Zahl weiblicher Regiearbeiten nur wenig verändert (2014: 99, 2015: 114, 2016: 98) – und auch dies ist nur dem erhöhten Frauenanteil in den Sektionen Generation und Forum Expanded zu verdanken.

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Wachsenden Problembewusstsein

Statistisches Material lieferte in den letzten Tagen neben der Studie der EWA zur Situation von Regisseurinnen in Europa der zweite Diversitätsbericht des Bundesverband Regie: Auch für 2014 wird darin eine negative Tendenz ausgemacht, mit einem besonders beim ZDF desaströsen Frauenregieanteil von insgesamt 8,4 Prozent.

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Elke Ferner wirbt auf der Berlinale für mehr Gleichstellung im Film

Posted by on Feb 18, 2016 in ALLES, BERLINALE 2016, FEEDBACK, PRESSESPIEGEL | Keine Kommentare

Quelle: http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/gleichstellung,did=223336.html

Die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesfrauenministerin, Elke Ferner, besuchte am 15. Februar auf der Berlinale das Multimediazelt „Bubble“ der Initiative Pro Quote Regie, um sich dort mit Regisseurinnen auszutauschen. Filmemacherinnen berichteten auf dem Podium aus der Praxis, beschrieben ihre Erfahrungen und die Schwierigkeiten, auf die sie in der eher männlich dominierten Branche stoßen.

„Wie in vielen anderen uns bekannten Bereichen wird die Arbeit von Regisseurinnen und deren Qualität immer wieder mit anderen Maßstäben gemessen als die von Regisseuren. Das muss sich ändern!“, sagte Elke Ferner. „Daher unterstütze ich die Forderungen von Pro Quote Regie nach mehr Gleichstellung von Frauen im Film ausdrücklich.“

„Wie in vielen anderen uns bekannten Bereichen wird die Arbeit von Regisseurinnen und deren Qualität immer wieder mit anderen Maßstäben gemessen als die von Regisseuren. Das muss sich ändern!“

Forderungen nach mehr Gleichstellung im Filmbereich

Dank des Zuspruchs von prominenten Mitstreiterinnen und Mitstreitern aus der Filmbranche und einer Förderung durch das Bundesfrauenministerium konnten einige der Forderungen von Pro Quote Regie nach mehr Gleichstellung von Frauen im Filmbereich bereits umgesetzt werden. So etwa eine 20 Prozent Quote für Regisseurinnen für einige Sendeplätze der ARD, darunter der sonntägliche Tatort.

Am 16. Februar hat Elke Ferner an einer weiteren Veranstaltung von Pro Quote Regie teilgenommen: an einer Podiumsdiskussion in der Akademie der Künste zum Thema „Qualität versus Quote oder Qualität durch Quote?“. Mit dabei waren Produzent Christian Becker, Medienwissenschaftlerin Dr. Maya Götz, Journalistin Hannah Pilarczyk (Moderation), Dramaturg Roland Zag und Dr. Karola Wille, ARD-Vorsitzende und MDR-Intendantin.

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Pressemitteilung von Pro Quote Regie | 16.2.2016

Posted by on Feb 17, 2016 in ALLES, BERLINALE 2016, NEWSLETTER, PRESSESPIEGEL | Keine Kommentare

Berlin, 16.2.2016:

Pressemitteilung von Pro Quote Regie: ARD will Anteil von Regisseurinnen deutlich erhöhen. ARD Vorsitzende Prof. Dr. Karola Wille kündigt an, dass die 20 prozentige Selbstverpflichtung für den Anteil der Regisseurinnen nur die Untergrenze ist / Pro Quote Regie diskutiert auf der Berlinale über Qualität und Quote
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Ein hochkarätiges Podium hat bei einer von Pro Quote Regie organisierten Veranstaltung während der Berlinale über einen höhere Beteiligung von Regisseurinnen diskutiert. Dabei sagte die ARD Vorsitzende und Filmintendantin Prof. Dr. Karola Wille, dass die ARD einen Maßnahmenkatalog zur Steigerung des Regisseurinnenanteils beschlossen habe. Die Landesrundfunkanstalten der ARD wollen in den nächsten drei Jahren in ihren Fernsehfilmen und Serien gezielt den Anteil weiblicher Regiebesetzungen ausbauen. Karola Wille betonte, dies sei ausdrücklich dem Engagement der Initiative Pro Quote Regie zu verdanken. Gegenwärtig werden Tatorte, Polizeirufe, der Film-Mittwoch und viele Serien überwiegend von Regisseuren gestaltet.

Die ARD-Sender hätten bereits begonnen, Serienproduktionen gezielt mit Regisseurinnen zu besetzen: Im September hatten die DEGETO und die ARD für einige Sendeplätze eine Selbstverpflichtung von 20 Prozent verkündet. Dies sei aber lediglich die Untergrenze, man wolle einen viel höheren Anteil an Regisseurinnen erreichen. Dazu sei ein Maßnahmenkatalog entwickelt worden, der neben der Förderung und Pflege des Nachwuchses auch eine zunehmende Beschäftigung erfahrener Regisseurinnen zum Ziel hat. Die ARD wird sich zudem an einer wissenschaftlichen Studie der Filmförderungsanstalt (FFA) zum Werdegang von filmschaffenden Frauen beteiligen. Darüber hinaus seien auch Produzenten und Produzentinnen aufgefordert, möglichst einen Anteil von 50/50 an Frauen/Männern für Regieprojekte vorzuschlagen. Monika Schulz-Strelow, Präsidentin von Frauen in die Aufsichtsräte (FidAr) forderte Karola Wille auf, diese ARD Schritte medienwirksam nach außen zu kommunizieren, damit auch das ZDF, die „Ziemlich Dicken Freunde“ (so Schulz-Strelow) in Zugzwang kommen. Die Regisseurinnen bräuchten nun Intendantinnen wie Karola Wille, die ihren Worten klare Taten folgen ließen.

Dem Zusammenschluss von mittlerweile 350 Regisseurinnen in Deutschland ist es auch ein Anliegen zu fragen, was sich verändert, wenn mehr Frauen Regie führen? Das Fernsehen der Zukunft brauche Innovation. Und dazu gehörten auch neue Erzählweisen, so Karola Wille. Ein anschauliches Beispiel für tiefgreifende Veränderung von fragwürdigen Rollenbildern brachte die Medienwissenschaftlerin Dr. Maya Götz. In ihrer wissenschaftlichen Untersuchung kam sie zu dem Ergebnis, dass die zunehmende sexualisierte Inszenierung von Frauen weitreichende Folgen hat: 50 Prozent der Mädchen zwischen 11 und 15 Jahren fühlen sich zu dick, obwohl sie absolutes Normalgewicht haben oder sogar untergewichtig sind. Ein Drittel von ihnen gaben direkt die Sendung „Germany’s Next Top Model“ als ausschlaggebenden Faktor für den Kampf gegen den eigenen Körper an. „Gebt den Frauen die Möglichkeit, Filme zu machen und sie werden diese Bilder und Rollen ändern können“, so Maya Götz.

„Qualität braucht eine neue Definition“

„Qualität braucht eine neue Definition“ so die Regisseurin, Autorin und Vizeleiterin der Sektion Film an der Berliner Akademie Jutta Brückner. Wenn sie sagt, dass der deutsche Film in der Zeit eingefroren sei und nicht nach Veränderung und Qualität strebe, bezieht sie sich auch auf die Kritiken deutscher Filme in Locarno. „Die EINE Qualität ist männlich geprägt und kompetitiv. Dabei gibt es koexistierende Qualitäten“ sagte auch der Autor und Dramaturg Roland Zag.

„Die EINE Qualität ist männlich geprägt und kompetitiv. Dabei gibt es koexistierende Qualitäten.“

Als ein wesentlicher Qualitätsmangel wurde immer wieder die Uniformität der 24 Prozent Heldinnen in deutschen Filmen angeführt: Nach wie vor ließe sich das Frauenbild auf einen maximalen Body Mass Index von 18,8 bei einem Durchschnittsalter von 28 Jahren, hübschen geraden Nasen und symmetrischen Gesichtern in dienender, zuarbeitender Pose zusammenfassen, so Maya Götz. Die neue Bündnispartnerin Henrike von Platen (BPW) möchte dieses Thema gemeinsam mit Pro Quote Regie auf einer politischen Ebene angehen: „Kinder – Küche – Kirche ist Vergangenheit, die Zukunft heißt Karriere – Kinder – und gern auch Kamera. Frauen übernehmen die Regie – in der Filmbranche genauso wie in allen anderen Branchen. Denn nur wenn (kluge) Männer und (kluge) Frauen (klug) gemeinsam arbeiten, entsteht Qualität.“

„Kinder – Küche – Kirche ist Vergangenheit, die Zukunft heißt Karriere – Kinder – und gern auch Kamera. Frauen übernehmen die Regie – in der Filmbranche genauso wie in allen anderen Branchen. Denn nur wenn (kluge) Männer und (kluge) Frauen (klug) gemeinsam arbeiten, entsteht Qualität.“

 

 

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