REALTY CHECK IN DER AKADEMIE DER KÜNSTE – DIE KRITIK!

Posted by on Feb 17, 2017 in BERLINALE 2017, DISKURS, EVENTS, FEEDBACK, FORUM, NEWS, PRESSESPIEGEL | Keine Kommentare

Berlinale: Von Frauenquoten, sexualisierter Gewalt vor der Kamera und der Macht des Filmschnitts Mit Entertainment für die Quote. ©: Dietmar Gust für Pro Quote Regie „Berlinale ist viel mehr als Kino. Es gibt tatsächlich Menschen, die während des Festivals nicht einen einzigen Film sehen, weil sie networken, promoten oder mit anderen eher zwischenmenschlichen Tätigkeiten beschäftigt sind. Zu denen gehöre ich ganz offensichtlich nicht, aber dann und wann verlasse auch ich den Kinosessel, um andere Veranstaltungen zu besuchen, immer dann nämlich, wenn es um Frauen vor und hinter den Kameras geht. Zum zweiten Mal lud Pro Quote Regie während der Berlinale in die Akademie der Künste ein, dieses Mal mit einem umfangreichen, abwechslungsreichen und vor allem unterhaltsamen Programm. Aus den Aktivistinnen sind wahre Entertainerinnen geworden, die jedem biederen Klischee über Feministinnen widersprechen. Ihr diesjähriges Programm allerdings war besonders umfassend. Nach einer kleinen Ansprache von Akademie-Präsidentin und Regisseurin Jeanine Meerapfel, in der sie auch die Akademie unter die kritische Gender-Lupe nahm, begrüßte Tatjana Turanskyj in gewohnt quirliger Manier die Anwesenden im Namen von Pro Quote Regie und übergab das Mikro an die Moderatorinnen des Events, Bettina Schoeller und Imogen Kimmel. Der erste Punkt des Hauptprogramms war die thematische Einführung des Publikums in eine Stereotypenperformance, für die sich nun die Versuchskaninchen Esther Gronenborn und Cornelia Grünberg mit der Schauspielerin Julia Thurnau zurückzogen. Sie führten außerdem den „Man for a Day“-Workshops nach einer Methode von Diane Torr durch und ich konnte einen Blick auf die beiden Regisseurinnen – nun mit Bierbauch und Bart – erhaschen. Zweiter Programmpunkt: Jutta Brückner und ihre erneut und völlig zu Recht umjubelte Ansprache zu unconscious bias, mit einer Fülle an schlauen Ideen zur Angst aller Geschlechter vor den Veränderungen vorhandener Strukturen und mit sehr konstruktiven Lösungsvorschlägen. „Sich für Gendergerechtigkeit einzusetzen ist keine Frage des Geschlechts, sondern der Intelligenz!“, proklamierte Brückner unter Beifall und stellte dann einen Punkte-Plan vor, mit dessen Hilfe – wenn es nach ihr ginge – sich fortan eine Stiftung der Geschlechtergerechtigkeit vor und hinter der Kamera annehmen solle. Bettina Schoeller versprach, die Rede online zu veröffentlichen. Es lohnt sich also, in den nächsten Tagen mal auf der Webseite von Pro Quote Regie oder ihrem YouTube-Kanal vorbeizuschauen. Auf die Kampfansage Brückners folgte eine dann im Vergleich doch etwas lasche Diskussionsrunde mit drei Schauspielerinnen, nämlich Nina Kronjäger, Belinde Stieve und Julia Thurnau, über die Rollenbilder im deutschen Film. Bitterkomische Anekdoten sorgten zwar für Lacher, konnten aber inhaltlich nur wenig Neues vermitteln. Belinde Stieve stellte ihr neues Projekt „Augen auf, Mund auf“ vor, mit dem sie uns ab sofort alle motivieren möchte, auf Sexismen, wann immer wir ihnen begegnen, öffentlich aufmerksam zu machen, beispielsweise durch einen Tweet. Den entsprechenden Hashtag nannte sie noch nicht, aber in ihrem Twitter-Feed wird er sicher bald zu finden sein. Der für mich letzte Punkt der Veranstaltung war der Vortrag von Susanne Foidl, Dozentin an der HFF Konrad Wolf in Potsdam, die dem Publikum die Macht des Filmschnitts hinsichtlich der Konstruktion von Geschlecht verdeutlichte. Film und Fernsehen führte sie als „Weltanschauungsmaschine“ vor, die von Editor*innen quasi beliebig programmiert werden könne. Die von ihr und ihren Studierenden angefertigten filmischen Beispiele waren in der Tat augenöffnend. Am Beispiel einer „Tatort“-Szene zeigt Susanne Foidl etwa wie sich der Blick auf Figuren durch den Schnitt ändern kann. Außerdem gab es einen Vortrag von Dr. Maya Götz, eine Gesangsperformance und vieles mehr. Auch hier...

mehr

Variety / Why Sony Pictures Classics Thinks Backing Female Directors Is Good for Business and Art

Posted by on Sep 12, 2016 in ALLES, DISKURS, NEWS | Keine Kommentare

Experts who have studied the issue argue that hiring a female director is important to promoting women throughout a film’s crew. Movies with women directors are more likely to have female writers, cinematographers, and producers, and are also more likely to have meaty roles for actresses. “The director’s role is a gatekeeper to other important behind-the-scenes roles,” says Martha Lauzen, director of the Center for the Study of Women in Television & Film.

mehr

Filmquote ist Filmreif – Quote in der Schweiz?

Posted by on Sep 12, 2016 in ALLES, DISKURS, NEWS | Keine Kommentare

Achtzig Prozent der Schweizer Filmfördergelder gehen an Männer. Das soll sich nun ändern – mit einer Quote. Macht das Sinn? Junior Online Editor Miriam Suter hat mit Frauen aus unserer Filmbranche darüber gesprochen.

mehr

Kulturfrauen verdienen 24 Prozent weniger als Männer 

Posted by on Jun 28, 2016 in ALLES, DISKURS, NEWS | Keine Kommentare

Ergebnis einer Studie des Deutschen Kulturrats Frauen sind in Kultur und Medien nach wie vor schlechter gestellt als ihre männlichen Kollegen. Sie werden im Schnitt um ein Viertel schlechter bezahlt und kommen deutlich seltener in Führungspositionen. Das geht aus einer Studie des Deutschen Kulturrats hervor, die Kulturstaatsministerin Monika Grütters in Berlin vorstellte. Die CDU-Politikerin kündigte einen Runden Tisch zu dem Thema an. Dort sollten Ideen entwickelt werden, um die Situation zu verbessern. Bei den Theatern steht der Studie zufolge nur in gut jedem fünften Haus (22 Prozent) eine Frau an der Spitze, bei den Museen ist es zumindest ein Drittel (34 Prozent). Am besten schneiden die Zentral- und Landesbibliotheken ab – sie sind immerhin zu 43 Prozent weiblich geführt. Auch bei den Auszeichnungen ziehen Frauen oft den kürzeren: Während etwa im Wettbewerb „Jugend musiziert“ Jungen und Mädchen noch gleichauf liegen, gibt es bei der Förderung im Fach Komposition nur 9 Prozent Frauen. Auch der Deutsche Filmpreis ging in den vergangenen 20 Jahren nur zu 9 Prozent an Regisseurinnen....

mehr

Frauen im Film: Ihr habt nichts zu sagen. Frauen in Disney Filme. Studie

Posted by on Apr 9, 2016 in ALLES, DISKURS, WEBHINWEISE | 1 Kommentar

Die Ergebnisse: Schon in Filmen für die Jüngsten haben Frauen wenig zu sagen. In 22 von 30 untersuchten Disney-Filmen hatten Männer und männliche Figuren die meisten Sprechanteile. Bei „Dschungelbuch“ und „Toy Story“ sind das über 90 Prozent.

Das Missverhältnis gibt es sogar in Filmen, in denen eine Frau oder ein Mädchen die Protagonistin ist.

mehr

Glamour:What Hollywood Thinks About Film’s Gender Problem

Posted by on Mrz 8, 2016 in ALLES, DISKURS | Keine Kommentare

Women directed only 4 percent of the top movies over the past 13 years—and it’s time to change that. Watch to hear what major film industry players have to say about the issu

mehr

svz.de | Wir sind noch nicht am Ziel

Posted by on Mrz 8, 2016 in DISKURS, NEWS | Keine Kommentare

Manuela Schwesig und Schauspielerin Maria Furtwängler: Wir sind zwei Frauen. Schauspielerin und Ärztin die eine, Politikerin die andere. Zum Internationalen Frauentag möchten wir gemeinsam darauf aufmerksam machen, dass wir trotz aller Bemühungen um die Gleichstellung der Frau in unserer Gesellschaft noch lange nicht am Ziel sind. Wir Frauen arbeiten und kümmern uns um die Familie. Beides geht, auch zusammen, aber endlich ohne Bevormundung und mit mehr Unterstützung. Wir machen das zusammen mit den Männern und mit dem Selbstbewusstsein, unser Leben nach unseren Vorstellungen leben zu wollen. Wir fordern Respekt, und wir fordern Gleichstellung.

mehr

Berlinale 2016 | Aktion Q| Impulsvortrag von Jutta Brückner

Posted by on Feb 20, 2016 in ALLES, BERLINALE 2016, DISKURS, NEWS | 1 Kommentar

Wir sind im Jahr 1820.

Fürchten Sie diese Zeitreise nicht. Sie werden schnell merken, was das mit Qualität und Quote zu tun hat.
Zu Beginn der bürgerlichen Gesellschaft haben die Philosophen Immanuel Kant und Gottlieb Fichte gesagt: Der Bürger ist immer und prinzipiell ein Mann.

mehr

Julia Thurnau: Frauen auf der Berlinale | Enttäuschend geringe Präsenz von Regisseurinnen

Posted by on Feb 18, 2016 in BERLINALE 2016, DISKURS | Keine Kommentare

Die 66. Berlinale zeigt enttäuschend wenige Beiträge von Regisseurinnen im Wettbewerb – nur zwei von insgesamt 21 Beiträgen. Wenigstens in der Internationalen Jury ist das Verhältnis ausgeglichen – mit vier Frauen und drei Männern.

mehr

SWR Kulturthema | Rüdiger Suchsland |Es fehlt die internationale Relevanz

Posted by on Feb 11, 2016 in BERLINALE 2016, DISKURS | Keine Kommentare

Wo sind die deutschen Autorenfilme? Sie werden nicht mehr gemacht, weil Förderer und Financiers nur noch auf wenige Publikumshits setzen, die so sicher wie langweilig sind.

mehr