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„Especially when it comes to public money – it has to be equal.“ Jane Campion, Cannes 2014

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TAZ – Das maennliche Treueprinzip

Posted by on Nov 10, 2014 in ALLES, DISKURS, NEWS, PRESSESPIEGEL | 1 Kommentar

TAZ, Anne Fromm zum Regie-Diversitätsbericht  > http://www.taz.de/1/archiv/?dig=2014/11/10/a0116

„Der Bericht des BvR ist sehr detailliert: 14,4 Prozent der Vorabendserien im Öffentlich-Rechtlichen stammen von Regisseurinnen. An 18 der 40 Serien war keine einzige Frau beteiligt, darunter auch die viel gelobte Krimiserie „Mord mit Aussicht“ um die Kriminalkommissarin Sophie Haas. Auch im Hauptabendprogramm stammen nur 11 Prozent der Produktionen von Frauen. Beim „Tatort“ und „Polizeiruf“ am Sonntagabend sind es 9 Prozent, auf dem Konkurrenzsendeplatz, dem ZDF-Herzkino am Sonntagabend, 14 Prozent. Esther Gronenburg sieht die geringe Beteiligung vor allem als ökonomische Gefahr für Frauen: „Fernsehen ist für die meisten der Einstieg in den Markt. Serien sichern ein regelmäßiges Einkommen.Wenn Frauen hier ausgeschlossen werden, fehlt ihnen eine der wichtigsten Lohnquellen.“

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BVR – Erstes Regie-Diversitaetsbericht

Posted by on Nov 10, 2014 in ALLES, NEWS | Keine Kommentare

Esther Gronenborn (geschäftsführenderVorständin im BVR) und Verena S. Freytag (BVR-Vorständin und Frauenbeauftragte im BVR)  haben eine unglaubliche Arbeit geleistet und die Zahlen der Sendedaten der Jahre 2010-2013 im fiktionalen Primetime-Programm von ARD und ZDF sowie die in diesen Jahren im Kino ausgewerteten Spiel- und Dokumentarfilme analysiert.

Mehr hier: http://www.regieverband.de/de_DE/magazine/203349/index
Direkter Link zum Bericht: cb-tm.de/notiz/download.php?id…

Dem Bundesverband Regie e. V. geht es dabei vor allem darum, Transparenz herzustellen. „Viele Redaktionen und Produktionsfirmen sind sich aufgrund eines fehlenden Diversitäts-Monitorings bisher nicht über die niedrige Beschäftigungsrate von Regisseurinnen in den eigenen Serien, Reihen und Fernsehfilmen bewusst.“ heißt es in dem Bericht. Der BVR-Diversitätsbericht möchte dazu beitragen, dass sich dies ändert und anregen, dass ein entsprechendes Monitoring von Sendern und Filmförderanstalten selber in die Hand genommen wird. So wurden in den betrachteten vier Jahren nur 11 % der Sendeminuten des fiktionalen Primetime-Programmes der beiden öffentlich-rechtlichen Sendanstalten von Regisseurinnen inszeniert.

Bildschirmfoto 2014-11-10 um 18.29.31

Auffällig sei, dass sich mehr Regisseurinnen als ihre männlichen Kollegen nur mit einem oder zwei Filmen – oft Abschluss- und Debutfilm – etablieren können und in den Folgejahren gar nicht mehr auftauchen. Vergleicht man das mit den Zahlen des Fernsehbereiches, hängt dies auch damit zusammen, dass Regisseurinnen wenig Eingang in diesen wichtigen, kontinuierliche Beschäftigung signalisierenden TV-Arbeitsmarkt finden. Dadurch fehle ihnen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen ein zweites Standbein, das für die Entwicklung von Kinofilmen und längerfristigen Projekten finanzielle Ressourcen wie auch Erfahrung und Routine ermöglicht.

 

hier die TAZ zu dem Bericht: Das männliche Treueprinzip von Anne Fromm
und hier BLICKPUNKT:FILM

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Pro Quote Regie im Bundestag

Posted by on Nov 7, 2014 in ALLES, NEWS, POLITIK | Keine Kommentare

Gestern fand, auf Antrag der Grünen, im Bundestag eine Debatte zur Gleichstellung im Kulturbetrieb statt.

Es waren wie üblich wenig abgeordnete im Saal, aber als Ulle Schauws (Bündnis90/die Grünen) unsere Zahlen vorlas waren alle still.

Hier der Komplette Antrag der von Ulle Schauws vorgetragen wurde: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/028/1802881.pdf
Das hinderte die CSU nicht daran, in der Person von Dr. Herlind Gundelach, gegen eine Quote zu sprechen (weil ja Frauen sich doch lieber um ihre Kinder kümmern wollen als Kunst zu machen – so das Temor).
Diese Rede war so selten ignorant, dass ich mir erlaube daraus zu zitieren:

Ich sage einen Satz, auch wenn dieser fast an ein Tabu
rührt: Vielleicht sind manche Frauen, wenn sie denn
Kinder bekommen, in dem Moment gar nicht so stark an
einer beruflichen Karriere interessiert. Ich könnte das
auch nachvollziehen.
(Ulle Schauws [BÜNDNIS 90/DIE GRÜ
NEN]: Darum geht es doch überhaupt nicht!
Sie verstehen überhaupt nicht, worum es
geht!)
(…)
Das führt mich zum nächsten Punkt. Es sind vermut
lich gerade die Frauen, die diese Flexibilität im Kultur
bereich nutzen und schätzen, um ihren Beruf ausüben zu
können, auch wenn sie Kinder bekommen. Dann arbei
ten sie natürlich nicht so viel wie jemand, der keine
Kinder und keine Familie hat, und verdienen konsequen
terweise auch weniger.
(Christian Kühn [Tübingen] [BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN]: Ich glaube, das Fachgespräch
ist wirklich notwendig!)
Aber sie sind vielleicht gar nicht unzufrieden mit ihrem
Leben. Das muss kein Missstand sein.
(Zuruf von der LINKEN: Wo leben Sie denn?)
 
Ulle Schauws rief noch zurecht:
Haben Sie den Aufruf von Pro Quote Regie mal gelesen?

 
Die Linke (Sigrid Hupach) sprach für die Quote, die SPD ebenfalls:
Hier Brurkahrd Blienert (SPD)

Was wir aber vor allem brauchen, ist eine umfassende
Untersuchung, die die strukturellen Ursachen der man
gelnden weiblichen Präsenz in der Regie aufdeckt.
Wichtig ist auch eine breite Sensibilisierung für diesen
eklatanten Mangel an Gleichstellung im Filmbereich.
Die heutige Debatte verstehe ich – mit allen Facetten –
als einen wichtigen Beitrag dazu. Dafür hat die Initiative
Pro Quote Regie den Anstoß gegeben, und dafür können
wir alle gemeinsam nur dankbar sein
das komplette Wortlaut aller Reden hier: http://dipbt.bundestag.de/doc/btp/18/18063.pdf

IMG_4454Ulle Schauws und Katja Dörner mit Pro Quote Regie > Mehr Fotos auf unsere Facebookseite

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München 1. juli – You Cannes Not Be Serious

Posted by on Jun 30, 2014 in ALLES, EVENTS | 1 Kommentar

am 1 Juli:

20:00 – 21:00 Uhr

Filmmakers Live: Film Fatales – Emanzipation hinter der Kamera
Gasteig, Rosenheimer Str. 5, 81667 München
Black Box

„You Cannes Not Be Serious“ – so lautete das Motto einer internationalen Protestbewegung, die sich 2010 anlässlich der Filmfestspiele in Cannes formierte. Wieder einmal hatte es kein einziger Film einer Filmemacherin in den Wettbewerb um die Goldene Palme geschafft. Der Protest sorgte seinerzeit für viel Wirbel und schuf innerhalb der Filmbranche ein Bewusstsein für das bestehende Geschlechter-Missverhältnis.

Nach wie vor werden nur wenige Filme von Regisseurinnen bei den großen Filmfestivals gezeigt. Filme von Frauen erhalten seltener Förderung. Während es an europäischen Filmhochschulen noch etwa gleich viele Studentinnen und Studenten gibt, findet man in Führungspositionen im Filmbereich nur rund 20 Prozent Frauen. Die Gehälter von Frauen in der Filmbranche sind geringer als die von Männern. Dabei machen Frauen über die Hälfte des Kinopublikums aus. Und: Filme von Frauen weisen hohe Erfolgsraten auf!

Wir wollen mit unserem hochkarätigen Panel die Ursachen dieses Missverhältnisses ergründen und gleichzeitig erörtern, was sich seit den Cannes-Protesten getan hat. Schließlich haben sich dies- und jenseits des Atlantiks in den letzten Jahren zahlreiche Organisationen gebildet, die sich für die Gleichstellung von Frauen und Männern in allen Bereichen der Medienbranche einsetzen. Ist Netzwerken der Schlüssel zum Erfolg? Oder bedarf es gar einer Frauen-Quote bei der Besetzung von Posten oder der Vergabe von Fördergeldern? Diskutieren Sie mit!

Panel:
Christine Berg, Filmförderungsanstalt (FFA)
Elena Kirchberg, Women in Film and Television Germany (WIFTG) e.V.
Leah Meyerhoff, Film Fatales NYC
Maria Köpf, Produzentin Zentropa Entertainments Berlin
Moderation: Leyla Ones, Konsulin für Kulturelle Angelegenheiten, US-Generalkonsulat München

Der Eintritt ist frei
Bitte sichern Sie sich rechtzeitig Ihre Tickets – direkt hier im WebShop oder an unseren Filmfest-Kassen im Gasteig.
Eine Veranstaltung des US-Generalkonsulats München in Zusammenarbeit mit der Internationalen Münchner Filmwochen GmbH und Women in Film and Television Germany e.V.

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